Zum Ende der elften Klasse bekam ich von meinen Eltern wegen einer drohenden fünf Nachhilfe in Latein verordnet. Allein die Vorstellung, demnächst zwei Stunden in der Woche von einem alten, grauen Lateinfachmann gequält zu werden, bereitete mir schlaflose Nächte. Noch schlafloser sollten die Nächte aber werden, als mir mein Lateinlehrer wenig später meinen künftigen Nachhilfelehrer, einen Schüler der 13. Klasse, vorstellte. Als ich Felix das erste Mal gegenüber stand und er mich mit einem herzlichen Lächeln anstrahlte, hatte ich auf einmal das Gefühl, dass die Nachhilfe vielleicht doch gar nicht so schlecht werden könnte. "Hallo, Dominik", sagte er damals, "Dich soll ich nun also mit Latein anfreunden?...
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